Praxis für Systemische Psychotherapie

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Systemische Therapie und Beratung
Systemische Seminare und Supervision

Dr. phil. Annika Küster

 

 

Die systemische Therapie ist ein wissenschaftlich und sozialrechtlich anerkanntes Psychotherapieverfahren. Das bedeutet, systemische Psychotherapie wird von den deutschen Gesundheitskostenträgern finanziert.

 

Neben der Psychotherapie können systemische Beratung, Coaching oder Supervision hilfreich wirken, um Lösungen zu finden und Veränderungen sanft anzustoßen.    

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Wie sieht die systemische Therapie ...?

Symptome: als Lösungsversuch. Symptome werden anerkannt als Anpassungsleistung unseres körperlich-seelisch-sozialen Seins an Herausforderungen oder Lebensumstände. Symptome entstehen als Lösungsversuch für ein erlebtes Problem, sie ergaben zu einer früheren Zeit Sinn zur Bewältigung von Anforderungen oder sie trugen unter bestimmten Umständen sogar zum Überleben bei. Im Laufe der Zeit wirken sie jedoch zunehmend rigide oder sie verlieren ihre ursprünglich hilfreiche Funktion. Dann erleben wir uns in sich selbst aufrechterhaltenden Schleifen, die unsere Beweglichkeit einschränken – wir scheinen in ihnen festzustecken.  

Menschen: als Beziehungswesen. Als soziale Wesen bewegen wir uns ständig in Interaktionen, wir leben in Beziehungen zur Familie, KollegInnen, FreundInnen, PartnerInnen. Unsere Beziehungen haben Einfluss auf unser Erleben. Wie wir uns selbst erleben hat Einfluss auf unsere Beziehungen. Wie in einem Kreislauf steht unser inneres (Beziehungs-)Erleben in ständiger Wechselwirkung mit der Gestaltung unseres äußeren (Beziehungs-)Erlebens. Wir leben in Beziehungskreisläufen, sind interagierend und beziehungsgestaltend mit den Menschen und allen weiteren Umgebungsfaktoren in unserem Leben. 

Realität: als Co-Konstruktion. Die Welt um uns herum wird nicht verstanden als etwas, das wir in einer „richtigen“ oder „falschen“ Weise wahrnehmen oder das es „objektiv richtig“ gibt. Vielmehr gestalten wir stets auf vielfältigste Weise unsere eigenen höchst individuellen „Wahr-Gebungen“: Durch unsere Art der Kommunikation miteinander, dadurch, wie wir über bestimmte Situationen denken und sprechen, wie wir uns zu ihnen verhalten und wie wir sie bewerten. Damit gibt es nicht „eine Realität“, sondern „unendliche Wahrgebungen“, die alle gleichermaßen wahr und richtig sind und zugleich nicht für alle gleichermaßen gelten. Missverständnisse sind vorprogrammiert. 

Veränderung: als Normalzustand. Ambivalenz, Veränderung und Wachstum stellen den Normalzustand des Menschen dar (zit. nach Fritz B. Simon). Ambivalenz wird gelegentlich durch Entscheidungen unterbrochen. Kontinuität kann eine Verschnaufpause auf dem Weg der Veränderung sein. Wachstumsschmerzen gehören ebenso dazu wie das Feiern von erreichten Zielen und sich erfüllenden Wünschen. Veränderung geschieht nicht linear, sondern sprunghaft. Und stets zu der Zeit, wie es unser Sein in optimaler Weise integrieren kann. Mal ganz langsam, fast unbemerkt und leise, mal schnell, überraschend und laut. Und ganz sicher lässt sich Veränderung niemals erzwingen.

Ressourcen: immer. Menschen tragen alles in sich, was sie für ihre höchste und beste Weiterentwicklung benötigen. Ressourcen, das sind nicht nur Talente und Fähigkeiten, das sind auch unterstützende Beziehungen, wohltuende Orte, geliebte Tiere oder wärmende Rituale, Kraft gebende Zukunftsideen, große und kleine Wünsche und bereits überstandene Krisen. Wie Schatzsucher begeben wir uns auf den Weg, um all jenes (wieder) zu entdecken und für hilfreiche Veränderungsprozesse nutzbar zu machen. Die Aktivierung von Ressourcen kann ein mächtiges Werkzeug sein, um unsere Gegenwart und Zukunft auf für uns wünschenswerte Weise zu gestalten.  

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